Die UNESCO, die UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, hat 1953 das UNESCO Associated Schools Project Network, ein internationales Schulnetzwerk ins Leben gerufen, dem heute rund 8500 Schulen aller Schultypen in 180 Ländern angehören; 62 davon in Österreich.

Das Gymnasium und Oberstufenrealgymnsium St. Ursula Salzburg wurde 2006 nach zweijähriger Anwartschaft als UNESCO-Schule anerkannt. Im Rahmen des Schulfestes am 5. Juli 2006 wurde von Mag. Bettina Rossbacher als Vertreterin der österreichischen UNESCO-Kommission das entsprechende Dekret an Frau Direktorin Eva-Maria Vogel überreicht.

Die Entscheidung, uns dem UNESCO-Schulnetzwerk anzuschließen, war hauptsächlich darin begründet, dass die Schwerpunkte der UNESCO-Schulen und die Schwerpunkte von St. Ursula ein hohes Maß an Übereinstimmung aufweisen. Die Grundsätze unseres Leitbildes, internationale Schulkontakte, E-Train, das Compassion-Projekt und vieles andere, was unsere Schule kennzeichnet, deckt sich ausgezeichnet mit den Schwerpunkten der UNESCO-Schulen.

UNESCO-Schulen haben Modellcharakter, der sich in einer besonderen pädagogischen Grundhaltung ausdrückt.

  • Lernen wird als handlungsorientierter Prozess begriffen, fächerübergreifende, interkulturelle Zusammenarbeit und ein hohes Maß an Teamarbeit werden an der Schule gepflegt.

  • Ein integrativer Erziehungsstil wird verfolgt, der die Wertschätzung von Verschiedenheit als wichtigen Bestandteil der Bildungsarbeit versteht.

  • Das Einüben von Demokratie bildet ein vorrangiges Bildungsziel.

  • Die UNESCO-Schulen engagieren sich aktiv für Menschenrechte, eine Kultur des Friedens und für eine nachhaltige Entwicklung.

  • Sie sind auch in ihrer unmittelbaren Umgebung für den Schutz von Natur- und Kulturgütern aktiv.

  • Die UNESCO-Schulen legen einen Schwerpunkt auf moderne Technologien als Hilfsmittel im Unterricht.

  • Gleichzeitig erfolgt in den Schulen eine kritische Auseinandersetzung mit den Folgen der rasanten Technologisierung, indem Medienerziehung als Bildungsinhalt verstärkt berücksichtigt wird.

Die Schwerpunkte von UNESCO-Schulen:

Frieden, Menschenrechte und Demokratie als Bildungsinhalte
Die grundlegenden Werte einer 'Kultur des Friedens' werden aktiv vermittelt und gelebt. Der Schulalltag in UNESCO-Schulen ist geprägt von Mitsprache und Mitverantwortung im Rahmen der Schulgemeinschaft; das Einüben demokratischer Prinzipien hat einen hohen Stellenwert. Die Berücksichtigung des Gender-Aspektes stellt ebenfalls einen besonderen Schwerpunkt dar. Internationale Tage und Jahre werden im Unterricht berücksichtigt.

Neues Schulklima:
UNESCO-Schulen bemühen sich besonders um eine offene kooperative Atmosphäre im Schulalltag. Dieses Bemühen findet seinen Ausdruck in gemeinsam erarbeiteten Regeln und Strategien für die Lösung von Konflikten im Zusammenleben aller Schulpartner, in der Förderung der Integration von Behinderten sowie in der Einbindung außerschulischer Institutionen.

Internationalisierung:
Zunehmende Globalisierung und Vernetzung machen soziale Werte wie Offenheit, Verstehen von fremden Kulturen, Kooperationsfähigkeit und Solidarität immer wichtiger. UNESCO-Schulen fördern interkulturelles Lernen u. a. durch verstärkten Fremdsprachenunterricht für eine bessere internationale Verständigung, Schulpartnerschaften auf regionaler und internationaler Ebene, Solidarität mit Opfern von Gewalt und sozialen oder ökologischen Katastrophen (z. B. Hilfsaktionen für Schulen in Not) und durch die aktive Teilnahme an UNESCO-Projekten.

Neue Medien:
Neue Technologien ermöglichen weltweiten Ideen- und Gedankenaustausch. UNESCO-Schulen verwenden diese Technologien als Hilfsmittel im Unterricht (z. B. Vernetzung der Österreichischen UNESCO-Schulen, Internet-Kontakte zu anderen Schulen). Gleichzeitig erfolgt in den Schulen eine kritische Auseinandersetzung mit den Folgen der rasanten Technologisierung, indem Medienerziehung als Bildungsinhalt verstärkt berücksichtigt wird.

Wie bereits erwähnt, decken sich viele unserer Aktivitäten mit der pädagogischen Grundhaltung und den Schwerpunkten des UNESCO-Schulnetzwerkes.
Seit 2004 –dem Beginn unserer Anwartschaft - führen wir jedes Jahr ein Projekt mit explizitem UNESCO-Schwerpunkt durch. Konkret waren das bisher:

  • 2003/04: Reis (ganze Schule)
  • 2004/05: Sklaverei (6. Klassen)
  • 2005/06: Gedenkjahr 60 Jahre Kriegsende/50 Jahre Staatsvertrag (5. Klassen)
  • 2006/07: Jugend heute (5. und 6. Klassen)
  • 2007/08: Von Madonna zu Madonna. Frauenbild im Wandel (6. Klassen)
  • 2008/09: Jugend und Politik (6. Klassen)
  • 2009/10: Vorbereitung auf England-Reise (5. Klasse)
  • 2010/11: 475 Jahre Ursulinen (5. Klasse)
  • 2011/12: Klimawandel und Mobilität (5. Klassen)
  • 2012/13: Jugend und Politik – Schwerpunkt Landtagswahl (6. Klasse)
  • 2013/14: Jugend und Politik – Schwerpunkte: Rechtsextremismus; Nationalratswahl (6. Klassen)
Links:
www.unesco-schulen.at
www.unesco.org/en/aspnet

Letzte Aktualisierung: October 07 2016 09:59:51